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Kontaktformular datensparsam gestalten

Ein Kontaktformular nimmt Daten an, die Besucher selbst eingeben. Datensparsam heißt: nur fragen, was Sie für die Antwort brauchen, sicher senden und nichts länger aufheben als nötig.

Kurz gesagt
  • Nur Felder, die Sie für die Antwort brauchen; alles andere ist freiwillig oder fällt weg.
  • Senden über HTTPS und Ihren eigenen Mailserver, Spam-Schutz ohne fremden Dienst.
  • Einsendungen nicht unbegrenzt speichern, auf der Danke-Seite keine Tracker.

Ein Kontaktformular ist oft die einzige Stelle, an der eine Website Namen, E-Mail-Adressen und Nachrichten annimmt. Gerade hier lohnt es sich, nach dem Grundsatz der Datenminimierung (Art. 5 Abs. 1 lit. c DSGVO) zu bauen.

Sieben Punkte für ein datensparsames Formular

  1. Wenige Pflichtfelder. Für eine Antwort reichen meist E-Mail-Adresse und Nachricht. Telefon, Anschrift oder Firma sind freiwillig und als freiwillig gekennzeichnet.
  2. Kein Häkchen vorausgewählt. Newsletter oder Rückruf wählt der Besucher selbst an.
  3. Nur über HTTPS. Seite und Formularziel laufen über HTTPS, sonst gehen die Eingaben unverschlüsselt durchs Netz.
  4. Eigener Mailserver. Die Nachricht geht über den Mailserver Ihrer Domain, nicht über einen fremden Formulardienst, der die Einsendungen auf seinen Servern ablegt.
  5. Spam-Schutz ohne fremden Dienst. Honeypot, Zeitprüfung oder Proof of Work statt reCAPTCHA. Anleitung: Spam-Schutz ohne reCAPTCHA.
  6. Kurze Speicherfrist. Speichert das Formular Einsendungen in der Datenbank, legen Sie fest, wann sie gelöscht werden. Oft reicht die E-Mail im Postfach.
  7. Keine Tracker im Ablauf. Auf Formularseite und Danke-Seite laden keine Werbe-Pixel oder Conversion-Skripte vor der Einwilligung.

Ein Link zur Datenschutzerklärung direkt am Formular hilft Besuchern. Was im Text stehen muss, klärt Ihr Anwalt oder Datenschutzbeauftragter.

Joomla

Das Kontaktformular von Joomla (Komponente Kontakte) verschickt Nachrichten per E-Mail und speichert sie nicht in der Datenbank. Spam-Schutz ohne fremden Server bietet seit Joomla 6.1 das Plugin „CAPTCHA - Proof of Work“. Formular-Erweiterungen speichern Einsendungen oft zusätzlich in der Datenbank, manche auch die IP-Adresse; prüfen Sie, ob sich das abschalten oder eine Löschfrist einstellen lässt.

WordPress

Contact Form 7 speichert Einsendungen von sich aus nicht, andere Formular-Plugins legen sie oft in der Datenbank ab. Prüfen Sie dort die Einstellungen zum Speichern und Löschen. Für Auskunfts- und Löschanfragen hat WordPress unter „Werkzeuge“ eigene Seiten zum Exportieren und Löschen personenbezogener Daten.

So prüfen Sie es

  1. Öffnen Sie die Seite mit dem Formular in einem privaten Fenster und drücken Sie F12.
  2. Schicken Sie eine Testnachricht ab und sehen Sie im Reiter „Netzwerk“ nach, wohin die Daten gehen: an Ihre eigene Domain oder an einen fremden Server?
  3. Achten Sie vor und nach dem Absenden auf Anfragen an reCAPTCHA, Tracking- und Werbe-Dienste.

Unser kostenloser Check zeigt ohne Absenden, wohin Formulare senden, ob sie verschlüsselt senden und ob reCAPTCHA lädt.

Quellen: Art. 5 Abs. 1 lit. c DSGVO. Joomla 6.2 (Komponente Kontakte, Plugin „CAPTCHA - Proof of Work“) im Oktober 2026 im Code geprüft. Stand: Oktober 2026. Dieser Ratgeber erklärt Technik und ist keine Rechtsberatung, siehe Grenzen unserer Leistung.

Wohin sendet Ihr Formular?

Unser kostenloser Check liest zuerst 5 Seiten Ihrer Website und, wenn dort nichts auffällt, weitere.

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Fragen zum Thema

Häufige Fragen

Muss das Formular Einsendungen speichern?

Technisch nicht: Es kann die Nachricht auch nur per E-Mail verschicken, wie das Kontaktformular von Joomla. Wie lange Sie Anfragen aufbewahren, hängt von Ihren Abläufen und Aufbewahrungspflichten ab; das klärt Ihr Anwalt oder Steuerberater.

Speichert mein Formular die IP-Adresse?

Manche Formular-Erweiterungen speichern zu jeder Einsendung die IP-Adresse. Oft lässt sich das abschalten. Schauen Sie in die Einstellungen oder in eine gespeicherte Einsendung.

Was ist mit Formular-Diensten wie Google Forms?

Die Einsendungen liegen dann auf den Servern des Anbieters, und das eingebettete Formular lädt beim Aufruf Dateien von dort. Ein Formular auf Ihrem eigenen Server vermeidet beides.

Wie steht Ihre Website da?

Geben Sie Ihre Adresse ein. Der Check zeigt in unter einer Minute, was Ihre Website ohne Einwilligung lädt.

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